Forschung

Gemeinsam mit unseren Partnern aus Wissenschaft und Forschung arbeiten wir an verschiedenen nationalen und internationalen Forschungsprojekten.

Rad Im Fokus – Verkehrsträgerübergreifendes Warn- und Unterstützungssystem für Radfahrer

Projektlaufzeit: 01.09.2018 – 28.02.2021

Während Kraftfahrzeuge zunehmend mit elektronischen Informations-, Warn- und Assistenzsystemen ausgestattet werden, bleiben diese technologischen Möglichkeiten bislang Radfahrern weitgehend verschlossen. Durch die Verbreitung von Elektrofahrrädern und die damit verbundene Stromversorgung am Fahrrad ergeben sich völlig neue Möglichkeiten, elektronische Warn- und Unterstützungssysteme auch am Fahrrad zu etablieren.
Das Vorhaben möchte mit einem ganzheitlichen, verkehrsträgerübergreifenden Warn- und Unterstützungssystem für Fahrradfahrer eine deutliche Verbesserung der Verkehrssicherheit von gefährdeten Verkehrsteilnehmern erreichen und ihr individuelles Fahrerlebnisses, vor dem Hintergrund eines komplexer werdenden Verkehrsgeschehens, verbessern. Durch  interdisziplinäre Forschung im Zusammenwirken von Forschungseinrichtungen, Herstellern, Anbietern und zukünftigen Nutzern soll das System eine neuartige technologiebasierte, kontext-sensitive und nutzeradaptive Handlungsunterstützung gewähren, welche auf die Bedürfnisse der Nutzer ausgerichtet ist und Fahrradfahrer konsequent in den vernetzten Verkehr einbindet. Damit wird die Orientierung und Sicherheit von Radfahrern in komplexen und potenziell gefährlichen Verkehrssituationen verbessert und eine Vernetzung mit der unmittelbaren Umgebung geschaffen. Hierzu gehören insbesondere die verkehrliche Infrastruktur (z.B. Straßen- und Wegenetz mit elektronisch für Radfahrer verfügbar gemachten Gefährdungsstellen), die technische Infrastruktur (z.B. mit dem Rad kommunizierende Lichtsignalanlagen) sowie weitere Verkehrsteilnehmer (insbesondere Pkw/Lkw und Fahrzeuge des ÖPNV).


IVS-AMP –Robuste Positionierungsverfahren in komplexen Umgebungen zur Standortbestimmung, Navigation

Projektlaufzeit: 01.12.2017 - 30.11.2020

Ziel des Vorhabens ist die Optimierung der Nutzung von Park- und Logistikflächen innerhalb von Gebäuden durch den Einsatz von innovativen Technologien bei gleichzeitiger Schaffung von zusätzlichen Vorteilen für Betreiber, Nutzer, Anlieger und der Umwelt.
Es sollen in einem Parkhaus Flächen mit Ortungs- und Informationstechnik (Verbundtechnologie) ausgestattet werden, so dass über eine dynamische Lokalisierung von Objekten und Fahrzeugen ein effizientes Parkhausmanagement und eine Optimierung der Nutzung der Flächen durch verschiedene Nutzergruppen, sowie die Anwendungsfälle „Hochautomatisiertes Fahren“ (HAF) und „City-Logistik“ ermöglicht wird. Der Infrastrukturaufwand soll dabei möglichst gering gehalten werden, was über den Einsatz von funkbasierten Ortungs- und Kommunikationsverfahren über ein Wireless Sensor Network (WSN) realisiert werden kann. Ein solches System erforderte eine effiziente Vernetzung der installierten Komponenten und ein möglich einfache Schnittstelle zum Nutzer und Betreiber. Beides soll durch die angestrebte drahtlose Vernetzung aller Komponenten im Parkhaus und der Anbindung des gesamten Netzwerkes an ein Backendsystem, welches auch die komplette Steuerung der komplexen Vorgänge übernimmt, erreicht werden. Die Nutzer sollen die neuen Funktionen durch einfache Tags, welche beim Einfahren ausgegeben und beim Ausfahren zurückgenommen werden, nutzen können, während für den Betreiber gleichzeitig die Abrechnung der unterschiedlichen Tarife erreicht wird.


IVS-KOM – Kommunikationstechnologien für Intelligente Verkehrssysteme

Projektlaufzeit: 01.02.2017 - 31.01.2020

Durch einen breiten Einsatz von Kommunikationstechnologien in Intelligenten Verkehrssystemen können die Sicherheit, die Umweltverträglichkeit und der Komfort der zukünftigen Mobilität nachhaltig verbessert werden. Die drei existierenden primären Kommunikationstechnologien im Mobilitätsbereich – WLAN-11p, Mobilfunk und DAB+ – können bereits heute viele Mobilitätsanwendungen abdecken. In der Zukunft werden die Anforderungen an die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Kommunikation aber wachsen – insbesondere durch vernetztes hochautomatisiertes Fahren und den zunehmenden Einsatz von Cloud-Technologien.Im Vorhaben IVS-KOM entsteht ein Referenzsystem zur Kommunikation in Intelligenten Verkehrssystemen, das die primären Technologien integriert. Das Referenzsystem wird durch geeignete Anpassungen in verschiedene Plattformen integriert, insbesondere in fahrzeugseitige On Board Units, infrastrukturseitige Road Side Units und Lichtsignalanlagen. Das Referenzsystem basiert zunächst auf dem aktuellen Stand der Entwicklung und Standardisierung und wird anschließend um neue Funktionalitäten für kommunikations-unterstütztes hochautomatisiertes Fahren erweitert. Hierbei besteht eine starke Zusammenarbeit mit weiteren Vorhaben der Initiative „Synchrone Mobilität 2023 – Intelligente Verkehrssysteme in Sachsen“. Das in IVS-KOM entstehende Referenzsystem soll daher auch die Anforderungen aus anderen Vorhaben im Rahmen der Initiative unterstützen.


SYNCAR – Synchronisiertes automatisiertes Fahren in urbanen Räumen

Projektlaufzeit: 15.09.2016 – 14.09.2019

Es ist absehbar, dass hochautomatisiertes Fahren bereits in naher Zukunft im realen Straßenverkehr sichtbar sein wird. Die Anwendung hochautomatisierten Fahrens in komplexen innerstädtischen Verkehrssituationen ist jedoch noch immer eine große Herausforderung.In der heutigen Forschung und Entwicklung stehen Sicherheit, Fahrkomfort und Energieverbrauch aus der Perspektive eines einzelnen Fahrzeugs im Vordergrund. In SYNCAR wird diese Perspektive erweitert, indem neuartige Lösungen für ein vorausschauendes automatisiertes Fahren unter Abstimmung mit anderen Verkehrsteilnehmern und Lichtsignalanlagen entwickelt werden. Hierbei wird auch eine neuartige Form der Optimierung des Verkehrsprozesses entstehen, indem gezielt konkrete Fahrempfehlungen (Manöverempfehlungen) für bestimmte Fahrzeuggruppen oder auch einzelne Fahrzeuge zur Verfügung gestellt werden. Um dies zu erreichen, müssen neue Verfahren zur Aufbereitung von Umgebungsinformationen aus der Fahrzeugsensorik, zur Abwicklung der Kommunikationsprozesse zwischen Fahrzeug und Umgebung, zur Bedienung und Visualisierung im Fahrzeug sowie zur Informationsbereitstellung auf Infrastrukturseite entwickelt werden.Die im Rahmen dieses Vorhabens entstehenden Verfahren und Funktionen im Fahrzeug und in der streckenseitigen Infrastruktur sollen prototypisch umgesetzt und in Versuchsfahrten teils auf nichtöffentlichen Testfeldern und teils im realen Straßenverkehr pilothaft demonstriert werden.


REMAS - Ressourcenmanagementsystem für hochautomatisierte urbane Verkehre

Projektlaufzeit: 01.09.2015 – 31.08.2019

In zukünftigen urbanen Mobilitätskonzepten spielt neben der C2C-Kommunikation die C2X-Kommunikation, und in diesem Zusammenhang die Lichtsignalanlage als zentraler Infrastrukturpunkt, eine entscheidende Rolle. Zusätzlich dazu werden weitere drahtlose Kommunikationsdienste globale Informationen über die Verkehrslage verteilen. Die zur Beurteilung der Verkehrslage notwendigen Informationen werden durch die Lichtsignalanlagen gesammelt und an eine Zentrale weitergeleitet. Somit wird die Lichtsignalanlage auch zu einem wichtigen Verkehrssensor. Gleichzeitig wird die Verkehrssteuerzentrale immer mehr Aufgaben an lokal miteinander vernetzte Lichtsignalanlagen abgeben, und damit ein hierarchisches Optimierungssystem aufbauen.

In diesen Konzepten hat die Lichtsignalanlage vielfältige Funktionen und muss dazu mit vielen unterschiedlichen Geräten von wiederum unterschiedlichen Herstellern kommunizieren und vernetzt werden. Im Rahmen von REMAS wird dresden elektronik diese komplexe Informationslandschaft abbilden und mit Schnittstellen zu den erforderlichen Partnern versehen. Die dafür zu erbringenden Leistungen umfassen die Infrastrukturkomponenten und Kommunikation zur Zentrale. Beides ist in AP 200 angesiedelt. Um Entwicklern von Infrastrukturkomponenten und Lichtsignalanlagen erweiterte Möglichkeiten zum Testen der Geräte und Anlagen in simulierten, aber gleichzeitig sehr realitätsnahen, Umgebungen, zu ermöglichen, werden in AP 600 Verbindungen zwischen der Verkehrsflusssimulation, realen Daten wie z.B. der LSA Versorgung, und den Testwerkzeugen entwickelt.

Damit ordnen sich die Arbeiten von dresden elektronik hervorragend in das Gesamtkonzept von REMAS ein, denn unsere speziellen Kompetenzen, als Hersteller von Lichtsignalanlagen, ergänzen sich mit den Kompetenzen der anderen Projektpartner zu einem Gesamtbild für die synchrone Mobilität.