Forschung

Gemeinsam mit unseren Partnern aus Wissenschaft und Forschung arbeiten wir an verschiedenen nationalen und internationalen Forschungsprojekten. 

Aktuell laufende Projekte:


TASG – Tragbare, autarke und kompakte Strom-Generatoren

Mit zunehmender Digitalisierung und der rasanten Einführung von Industrie-4.0-Technologien werden die Anforderungen an eine dauerhafte Bereitstellung von Energie für autarke Komponenten zu einer elementaren Forderung. Durch die hohe Anzahl an Sensoren ist die Nutzung von Batterien mit notwendigen Batteriewechseln nur mit hohem Aufwand möglich beziehungsweise bei integrierten Sensoren teilweise nicht möglich. Eine autarke, zuverlässige Energieversorgung vor Ort ist daher unumgänglich für viele Anwendungen. Auch der Erfolg von z.B. Smart Watches oder Smart Textiles werden zurzeit durch die relativ kurzen Laufzeiten begrenzt (z.B. Akku-Laufzeit der Apple Watch von 6-20 Stunden). Dadurch werden die Mobilität und der Komfort des Nutzers sowie die möglichen Anwendungen stark eingeschränkt. Aktuell bereits vorhandene Generatoren für eine autarke Vor-Ort-Energieversorgung stellen noch keine zufriedenstellende Lösung dar (aufgrund Baugröße, gewonnener Energie, Zuverlässigkeit, Preis, Umweltverträglichkeit). Ziel des Projekts ist daher die Entwicklung von tragbaren, autarken und kompakten Strom-Generatoren auf Basis jeweils eines elektromagnetischen Generators und eines piezoelektrischen Generators, um eine Vielzahl an potentiellen Anwendungen flexibel abzudecken. Dadurch soll eine autarke Energieversorgung sichergestellt werden, wodurch Batterien ersetzt beziehungsweise so ergänzt werden können, dass die Lebensdauern vorhandener elektrische Systeme durch eine Verlängerung der Laufzeiten von bis zu 10 Jahre erhöht werden können. Für beide Generatortypen sind Anwendungen Demonstratoren geplant. Dafür sind die Entwicklungen beider Generatortypen, des Energiemanagements und der Aufbau einer Funkstrecke über ein Funkmodul für die Übertragung von Daten/Signalen (Sensorik) vorgesehen. Die Entwicklung der Generatortypen umfasst Material, Einzelkomponenten, Fertigungstechnologien sowie Bauformen. Die Demonstratoren sollen auf unterschiedliche Anwendungsgebiete zielen.

Projektlaufzeit: 01.02.2019 – 31.12.2021


Rad Im Fokus – Verkehrsträgerübergreifendes Warn- und Unterstützungssystem für Radfahrer

Während Kraftfahrzeuge zunehmend mit elektronischen Informations-, Warn- und Assistenzsystemen ausgestattet werden, bleiben diese technologischen Möglichkeiten bislang Radfahrern weitgehend verschlossen. Durch die Verbreitung von Elektrofahrrädern und die damit verbundene Stromversorgung am Fahrrad ergeben sich völlig neue Möglichkeiten, elektronische Warn- und Unterstützungssysteme auch am Fahrrad zu etablieren.
Das Vorhaben möchte mit einem ganzheitlichen, verkehrsträgerübergreifenden Warn- und Unterstützungssystem für Fahrradfahrer eine deutliche Verbesserung der Verkehrssicherheit von gefährdeten Verkehrsteilnehmern erreichen und ihr individuelles Fahrerlebnisses, vor dem Hintergrund eines komplexer werdenden Verkehrsgeschehens, verbessern. Durch  interdisziplinäre Forschung im Zusammenwirken von Forschungseinrichtungen, Herstellern, Anbietern und zukünftigen Nutzern soll das System eine neuartige technologiebasierte, kontext-sensitive und nutzeradaptive Handlungsunterstützung gewähren, welche auf die Bedürfnisse der Nutzer ausgerichtet ist und Fahrradfahrer konsequent in den vernetzten Verkehr einbindet. Damit wird die Orientierung und Sicherheit von Radfahrern in komplexen und potenziell gefährlichen Verkehrssituationen verbessert und eine Vernetzung mit der unmittelbaren Umgebung geschaffen. Hierzu gehören insbesondere die verkehrliche Infrastruktur (z.B. Straßen- und Wegenetz mit elektronisch für Radfahrer verfügbar gemachten Gefährdungsstellen), die technische Infrastruktur (z.B. mit dem Rad kommunizierende Lichtsignalanlagen) sowie weitere Verkehrsteilnehmer (insbesondere Pkw/Lkw und Fahrzeuge des ÖPNV).

Projektlaufzeit: 01.09.2018 – 28.02.2021


IVS-AMP –Robuste Positionierungsverfahren in komplexen Umgebungen zur Standortbestimmung, Navigation


Ziel des Vorhabens ist die Optimierung der Nutzung von Park- und Logistikflächen innerhalb von Gebäuden durch den Einsatz von innovativen Technologien bei gleichzeitiger Schaffung von zusätzlichen Vorteilen für Betreiber, Nutzer, Anlieger und der Umwelt.
Es sollen in einem Parkhaus Flächen mit Ortungs- und Informationstechnik (Verbundtechnologie) ausgestattet werden, so dass über eine dynamische Lokalisierung von Objekten und Fahrzeugen ein effizientes Parkhausmanagement und eine Optimierung der Nutzung der Flächen durch verschiedene Nutzergruppen, sowie die Anwendungsfälle „Hochautomatisiertes Fahren“ (HAF) und „City-Logistik“ ermöglicht wird. Der Infrastrukturaufwand soll dabei möglichst gering gehalten werden, was über den Einsatz von funkbasierten Ortungs- und Kommunikationsverfahren über ein Wireless Sensor Network (WSN) realisiert werden kann. Ein solches System erforderte eine effiziente Vernetzung der installierten Komponenten und ein möglich einfache Schnittstelle zum Nutzer und Betreiber. Beides soll durch die angestrebte drahtlose Vernetzung aller Komponenten im Parkhaus und der Anbindung des gesamten Netzwerkes an ein Backendsystem, welches auch die komplette Steuerung der komplexen Vorgänge übernimmt, erreicht werden. Die Nutzer sollen die neuen Funktionen durch einfache Tags, welche beim Einfahren ausgegeben und beim Ausfahren zurückgenommen werden, nutzen können, während für den Betreiber gleichzeitig die Abrechnung der unterschiedlichen Tarife erreicht wird.


Projektlaufzeit: 01.12.2017-30.11.2020


IVS-KOM – Kommunikationstechnologien für Intelligente Verkehrssysteme

Durch einen breiten Einsatz von Kommunikationstechnologien in Intelligenten Verkehrssystemen können die Sicherheit, die Umweltverträglichkeit und der Komfort der zukünftigen Mobilität nachhaltig verbessert werden. Die drei existierenden primären Kommunikationstechnologien im Mobilitätsbereich – WLAN-11p, Mobilfunk und DAB+ – können bereits heute viele Mobilitätsanwendungen abdecken. In der Zukunft werden die Anforderungen an die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Kommunikation aber wachsen – insbesondere durch vernetztes hochautomatisiertes Fahren und den zunehmenden Einsatz von Cloud-Technologien.Im Vorhaben IVS-KOM entsteht ein Referenzsystem zur Kommunikation in Intelligenten Verkehrssystemen, das die primären Technologien integriert. Das Referenzsystem wird durch geeignete Anpassungen in verschiedene Plattformen integriert, insbesondere in fahrzeugseitige On Board Units, infrastrukturseitige Road Side Units und Lichtsignalanlagen. Das Referenzsystem basiert zunächst auf dem aktuellen Stand der Entwicklung und Standardisierung und wird anschließend um neue Funktionalitäten für kommunikations-unterstütztes hochautomatisiertes Fahren erweitert. Hierbei besteht eine starke Zusammenarbeit mit weiteren Vorhaben der Initiative „Synchrone Mobilität 2023 – Intelligente Verkehrssysteme in Sachsen“. Das in IVS-KOM entstehende Referenzsystem soll daher auch die Anforderungen aus anderen Vorhaben im Rahmen der Initiative unterstützen.

Projektlaufzeit: 01.02.2017-31.01.2020