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Staatsminister Jurk zu Besuch

Unternehmensbesuch und feierliche Übergabe Fördermittelbescheid

Am 20.8.2009 überreichte uns Wirtschaftsminister Thomas Jurk feierlich den Fördermittelbescheid zum Thema "Entwicklung von Systemen und Verfahren für den Ausbau von robusten und funktionssicheren drahtlosen Sensornetzwerken". Zu Gast waren außerdem Vertreter der Firma Atmel und des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen, Institutsteil EAS Dresden als Projektpartner.

Besonderes Interesse fanden beim anschließenden Unternehmensrundgang die modernen Fertigungsbereiche für Leiterplattenbestückung und Stückprüfung.

Das Projekt hat das Ziel, Werkzeuge, Systeme und Verfahren für Entwurf, Konfiguration und Simulation komplexer Funknetzwerke zu entwicklen. Für den Anwender soll damit eine Simplizität und Stabilität komplexer Funknetzwerke wie z.B. bei Handynetzwerken erreicht werden. Zum Projekt gehören ein skalierbares Emulationssystem auf Panelbasis, ein Simulationssystem auf Grundlage von Verhaltensmodellen sowie spezielle Methoden, Verfahren und Softwarekomponenten zur zentralen Administration, Konfiguration und Überwachung.

Mit der Entwicklung von preiswerten und energiearmen integrierten Funk-Chip-Lösungen eröffnen sich neue Möglichkeiten der Realisierung von intelligenten, vernetzten Systemen für die Automatisierungstechnik (Gebäude- und Fabrikautomatisierung), das Gesundheitswesen (»Health Monitoring«, »Assistant Living«), der Umwelttechnik, des Energiemanagement und der Logistik. Diese drahtlosen »Personal Area Networks« sind durch kleinste elektronische Module gekennzeichnet, die auch an schwer zugänglichen Stellen ohne Netzspannungsversorgung angebracht werden können, um Sensordaten aufzunehmen, an andere Knoten weiterzuleiten oder Aktoren zu steuern. Die Vernetzung untereinander ermöglicht äußerst komplexe Lösungen, erfordert aber die Verwaltung großer Funknetzwerke. In der Gebäudeautomatisierung z.B. können zehn und mehr Knoten in einem Raum, somit einige Hundert in einer Etage und einige Tausend in einem ganzen Gebäude untergebracht sein. Die Vorteile der drahtlosen Kommunikation – z.B. Kosteneinsparung und hohe Flexibilität – können nur zum Tragen kommen, wenn diese Netzwerke zuverlässig und sicher wie traditionelle Technologien arbeiten. Das heißt, dass deren Funktion auch bei ungünstigen Umweltbedingungen (Wände, Decken, Stahlkonstruktionen, konkurrierende Funknetze usw.) garantiert werden muss. Alle bisherigen Entwicklungen beschränken sich auf einfache Punkt-zu-Punkt Verbindungen oder kleine Netzwerke, da die Komplexität mit steigender Knotenzahl so sprunghaft wächst, dass Verhaltensvorhersagen nur noch durch Simulation möglich sind. Für eine Simulation gibt es bis jetzt weder Möglichkeiten noch Modelle. Das Verhalten großflächig vernetzter Systeme stellt international ein ungelöstes Problem dar, an dessen Lösung gearbeitet wird.

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