Forschung

Gemeinsam mit unseren Partnern aus Wissenschaft und Forschung arbeiten wir an verschiedenen nationalen und internationalen Forschungsprojekten. 

Aktuell laufende Projekte:


EnBaStro – Entwicklung eines Prüfsystems auf Basis des Barkhausenrauschens mit Stromanregung

Die Analyse der Materialermüdung von Stahlkonstruktionen ist für die Betreiber industrieller Großanlagen oder Infrastrukturbauwerken wie Brücken eine immer wichtiger werdende Fragestellung. EnBaStro kann durch die Bestimmung der Restlebensdauer bei tragenden Strukturen eine entscheidende Rolle spielen und Betreibern eine Entscheidungsgrundlage bei der Planung zur Sanierung dieser Bauwerke oder Anlagen bereitstellen. Die alters- und belastungsbedingten Veränderungen im Mikrogefüge der Bauteile werden beim strominduzierten Barkhausenrausch-Verfahren durch die Veränderungen der Magnetisierungssprünge eines durch Stromeinprägung induzierten Magnetfeldes charakterisiert. Eine komplexe Analyse dieser Sprünge erlaubt auch quantitative Rückschlüsse auf den Spannungs- und Ermüdungszustand des Materials. Das Prüfverfahren ist zerstörungsfrei.
Das Ziel des Vorhabens ist es, ein industriell anwendbares Messgerät prototypisch zu entwickeln und mit unterschiedlichen Materialfehlern zu testen.

Projektlaufzeit: 01.01.2016 – 30.06.2018


TopBePro – Technologien für ortsabhängige präzise Beschichtungsprofile auf 2D- und 3D- Bauteilen

Im Vorhaben sollen Technologien für eine neue Qualität bei Präzisionsbeschichtungen im PVD-Verfahren, insbesondere mit Puls-Magnetron-Sputtern (PMS), erarbeitet werden. Eine Hauptaufgabe ist dabei die Entwicklung von Modulen und Technologien zur Abscheidung von Schichtsystemen mit ortsabhängigen präzisen Beschichtungsprofilen (z.B. Keilschichten) auf 2D und 3D-Bauteilen. Grundvoraussetzungen dafür sind eine sehr genaue Substratbewegung und die genaue Kenntnis über die positionsabhängige Beschichtungsrate von verschiedenen Materialien und unter verschiedenen Prozessparametern.Eine weitere Hauptaufgabe des Vorhabens befasst sich mit Technologien zur Überwachung und zum Ausgleich von Langzeitdriften sowie den Aufbau von In-situ-Blenden zur hochpräzisen Einstellung der Schichthomogenität. Damit soll eine deutliche Reduzierung des Aufwands zur Nachjustage bei Beschichtungsprozessen erreicht werden und damit die Beschichtungskosten sinken. Gleichzeitig ermöglicht die verbesserte Schichthomogenität großflächigere Substrate, was zu einer verbesserten Ausnutzung der vorhandenen Beschichtungsquellen und damit wiederum zu Kosteneinsparungen führt.

Dritte Hauptaufgabe sind Untersuchungen neuer Ansätze zur Erkennung und Abschaltung von bisher nicht erkannten Bogenentladungen (Arcs) beim Magnetron-Sputtern und die Realisierung entsprechender Elektronikeinheiten zur Überprüfung der Verfahren in Testanlagen. Diese neuen Erkennungsansätze sollen zu einer weiteren Reduzierung der Partikeldichte beim Magnetron-Sputtern führen und stehen damit im engen Zusammenhang mit der Homogenität der Schichten sowie der Effizienz der Anlagen.

Projektlaufzeit: 01.03.2015-28.02.2018


IVS-KOM – Kommunikationstechnologien für Intelligente Verkehrssysteme

Durch einen breiten Einsatz von Kommunikationstechnologien in Intelligenten Verkehrssystemen können die Sicherheit, die Umweltverträglichkeit und der Komfort der zukünftigen Mobilität nachhaltig verbessert werden. Die drei existierenden primären Kommunikationstechnologien im Mobilitätsbereich – WLAN-11p, Mobilfunk und DAB+ – können bereits heute viele Mobilitätsanwendungen abdecken. In der Zukunft werden die Anforderungen an die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Kommunikation aber wachsen – insbesondere durch vernetztes hochautomatisiertes Fahren und den zunehmenden Einsatz von Cloud-Technologien.Im Vorhaben IVS-KOM entsteht ein Referenzsystem zur Kommunikation in Intelligenten Verkehrssystemen, das die primären Technologien integriert. Das Referenzsystem wird durch geeignete Anpassungen in verschiedene Plattformen integriert, insbesondere in fahrzeugseitige On Board Units, infrastrukturseitige Road Side Units und Lichtsignalanlagen. Das Referenzsystem basiert zunächst auf dem aktuellen Stand der Entwicklung und Standardisierung und wird anschließend um neue Funktionalitäten für kommunikations-unterstütztes hochautomatisiertes Fahren erweitert. Hierbei besteht eine starke Zusammenarbeit mit weiteren Vorhaben der Initiative „Synchrone Mobilität 2023 – Intelligente Verkehrssysteme in Sachsen“. Das in IVS-KOM entstehende Referenzsystem soll daher auch die Anforderungen aus anderen Vorhaben im Rahmen der Initiative unterstützen.

Projektlaufzeit: 01.02.2017-31.01.2020